Schiebetüren – ideal für barrierefreie Wohnräume

In Deutschland wird bis 2050 die Zahl der Menschen steigen, die 80 Jahre oder älter sind. Laut Statistischem Bundesamt wird sich diese Zahl von derzeit über vier Millionen voraussichtlich auf knapp 10 Millionen mehr als verdoppeln. Diese Entwicklung wird auf unseren Lebensalltag einen deutlichen Einfluss haben – nicht zuletzt auch auf unsere Wohnkultur.

Mit steigendem Alter sind Menschen immer häufiger in ihrer Seh- und Gehfähigkeit eingeschränkt. Alte Menschen sind daher oft auf Gehhilfen, Rollatoren oder sogar Rollstühle angewiesen. Neben Menschen mit einer angeborenen körperlichen Einschränkung ist speziell für Menschen im hohen Alter eine barrierefreie Gestaltung ihres Wohn- und Lebensumfeldes daher besonders wichtig.

Wohnräume barrierefrei gestalten – am besten mit Schiebetüren

Wenn Sie einen Wohnraum barrierefrei gestalten möchten, sollten Sie insbesondere auf Hindernisse wie Stufen, Absätze und Treppen verzichten. Außerdem müssen Räume so bemessen sein, dass auch mit einer Gehhilfe oder einem Rollstuhl problemloses Rangieren möglich ist. Eine wichtige Rolle spielen außerdem die Türen. Damit Türen mit einem Rollstuhl passierbar sind, müssen sie eine lichte Breite von mindestens 90 cm und eine lichte Höhe von mindestens 205 cm aufweisen.

Auch wenn bei ausreichender Größe die Voraussetzungen für die Barrierefreiheit einer Tür formal gegeben sind, bedeutet das noch lange nicht, dass sie auch einfach und komfortabel zu passieren ist. Eine große Erleichterung stellen im Gegensatz zu herkömmlichen Drehflügeltüren Schiebetüren dar. Am besten wird das anhand der Bewegungsabläufe deutlich, die zum Öffnen der unterschiedlichen Türtypen mit einem Rollstuhl notwendig sind:

Drehflügeltür

  1. Tür nähern, Türklinke greifen und drücken
  2. Türklinke festhalten und durch Zurückrollen aufziehen
  3. 180-Grad- Wende
  4. Rückwärts durch Tür fahren, dabei mit einer Hand wieder Klinke greifen und Türflügel mitziehen
  5. Erneute 180-Grad-Wende

Schiebetür

  1. Tür nähern, Griff fassen, Tür seitlich aufschieben
  2. Durchfahren
  3. Wendemanöver (90 bis 180 Grad)
  4. Griff fassen, Tür seitlich zuschieben
  5. (Ggf. erneute Wende)

Neben der besonders einfachen Passierbarkeit sind Schiebetüren deutlich platzsparender. Gerade bei den besonders großen Türflügeln für barrierefreie Türen ist das ein wichtiger Punkt. Noch komfortabler sind Schiebetüren, wenn sie sich automatisch öffnen lassen. Jegliches Wendemanöver entfällt. Bei der Auswahl einer geeigneten Schiebetür sollten Sie allerdings immer darauf achten, dass das System ohne Führungsschienen und Schwellen im Bodenbereich auskommt. Diese könnten zu einem neuen Hindernis werden.

Mit Schiebetüren können Sie nicht nur den Raumzugang barrierefrei gestalten. Auch Schränke lassen sich problemlos mit Schiebetüren nachrüsten. Wenden Sie sich an Ihren Schreiner oder Tischler . Er berät Sie gerne individuell und mit Fachkenntnis, welche Gestaltungsmöglichkeiten Sie mit Schiebetüren haben und wie sie die gewünschte Barrierefreiheit schaffen können. In unserer Fachbetriebsuche finden Sie einen Ansprechpartner in Ihrer Nähe.

Fazit

Barrierefreiheit ist ein Thema, das in unserem Alltag zunehmend an Bedeutung gewinnen wird. In Wohnräumen können speziell Schiebetüren zu mehr Wohnkomfort beitragen, wenn die Bewegungsfreiheit eingeschränkt ist. Sie lassen sich sowohl als Raum- und Wohnungs-, aber auch als Schranktüren hervorragend einsetzen.

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